Einst habe ich zu ihnen aufgeschaut, mit großen leuchtenden Kinderaugen und wollte so sein wie sie. Groß, stark erfahren, weise und unnahbar.
Doch auch den Helden von damals können ihm nicht entfliehen, den mahlenden Zähnen der Zeit.
Es war doch nicht lange – nur eine einzige Nacht - am nächsten Morgen wache ich auf. Und dann?
Sie liegen am Boden und kämpfen, mit dem was das Leben für sie dagelassen hat – am meisten aber – mit den Dämonen ihrer selbst.
Einst gab es noch viele zu denen ich aufsah und jetzt? Was ist passiert und wo sind sie? Warum?
Ein Mann – schon vor Jahren gegangen, er war mein Held. Seine Frau – heute ein Nichts, sieht dem Tod in die Augen, doch will noch nicht gehen und kämpft verbissen… wie lange noch?
Ein anderer ist jetzt erst vor kurzem gegangen, seine Tochter schon viele Jahre zuvor. Als sie ging, war ich seine „kleine Prinzessin. Die kleine Freundin und neue Liebe“ Danke dafür!
Ihr Mann – einst auf den Bühnen der Welt zuhause – heute nur noch ein Schatten, Parkinson im vorgeschrittenen Stadium. Er war (m)ein Ideal.
Nur ein paar wenige sind mir geblieben, wenn auch gezeichnet und viele am Boden. Nur manchmal sehe ich es noch, das Blitzen und Funkeln in ihren Augen, was einst meine Kindheit war.
Denn wenn die letzte Dinosaurier sterben, dann weiß ich es ist bald soweit. Die Träume und Ideale nehmen sie mit sich und nur die Erinnerung bleibt. So ist das Leben, so ist die Natur – ein ewiger Kreislauf.
Vielleicht werden neue Helden kommen, für mich. Vielleicht schaut irgendwann auch zu mir jemand auf – ein Kind mit funkelnden, leuchtenden Augen. Dann fühle ich mich an meine Jugend erinnert, dann weiß ich auch ich muss irgendwann gehen, doch dann weiß ich auch - mir bleibt noch etwas Zeit.
Der Tag an dem mir klar wurde, dass meine Kindheit endgültig vorbei ist – gegangen mit ihren Helden - den Menschen die sie prägten und erfüllten.