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Gewitter

Es donnerte und blitzte. Wunderschöne Lichtgebilde flackerten am tiefschwarzen Himmel auf. Es ging wieder einer dieser furchtbar schwülen Sommertage vorbei und der Donner schlug wie ein Erlösungsschlag durch die Dunkelheit. Regen prasselte und ein Sturm tobte.
Ich genoss es. Ich liebe Gewitter. Für mich gehören sie zu den beeindruckernsten Naturschauspielen die diese Welt zu bieten hat – richtig gute Unterhaltung.
Wenn es nicht so gestürmt und geschüttet hätte, hätte ich Türen und Fenster aufgerissen und mir das ganze vom Balkon aus angesehen, aber dann hätte ich wohl hinterher das komplette Wohnzimmer aufwischen dürfen, das musste dann doch nicht sein.
Dann begann es zu hageln und das Schauspiel war perfekt.
So stand ich am gekippten Fenster – ja das musste sein, für den besseren Sound – und betrachtete das ganze und eine Woge der Zufriedenheit überkam mich. Es gab eben doch noch Gewalten – und ich rede von Gewalten, nicht von einem Nieselregen – die der Mensch nicht kontrollieren kann.
Dann laufen sie alle, verrammeln Türen und Fenster und schreien und haben angst. Ich aber genoss es weiter, kostete es aus und bestaune die Energie, bis zum letzten Donnergrollen in der Ferne. Leider werden die wirklich würdigen Momente immer seltener, die Natur zeiht sich zurück. Aber heute war es wieder soweit. Ich stand noch lange da und betrachtete den Himmel – das war richtig großes Kino.