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Also sprach Zarathustra - Ein Buch für alle und keinen



Das Werk entstand 1883 - 1885 und als erstes ist wohl zu sagen, dass es keinesfalls mit dem gleichnamigen Religionsgründer oder dem Zoroastrismus selbst gleichgesetzt werden darf.
Ich selbt wäre auf diese Idee selbst nach mehrmaligem Lesen des Buches gar nicht gekommen, aber es gibt wohl immer wieder Leute, die das in den selben Topf werfen.

Nietzsche wählte den Namen das Buches und das Protagonisten wohl nur deshalb, da der Zoroastrismus für ihn die erste dualistische Religion in dem Sinne darstellte. In keiner anderen Glaubensphilosophie wurde die Welt so strikt in "Gut" und "Böse" aufgeteilt. Demnach musste natürlich auch die erste Wiederlegung dieser Tatsache mit dem Zoroastrismus in Verbindung gebracht werden. Dazu wälhte Nietzsche den wohl einafachsten Weg - er nannte sein Werk Zarathustra

Desweiteren möchte ich jeglichen Irrtum ausräumen, der besagt, Nietzsches "Lehren von Übermenschen" habe einen rassistischen Hintergrund. Natürlich wurden sie im Dirtten Reich als Träger damaliger Ideologien missbraucht und geprägt, doch das geschah schließlich mit vielen philosophischen Grundsätzen, Lehren und sogar mit einzelnen Worten, denen auch heute noch ein "schlechter Nachgeschmack" anhängt. Nietzsche selbst lehnte zu Lebzeiten jegliche völkische, rassistische und nationalsozialistische Denk- und Handelsstruktren ab.


Das Werk selbst ist in personaler Erzählform verfasst und schildert die Geschichte und Lehren des Philosophen Zarathustra, der genau wie Jesus im alter von 30 Jahren zu lehren begann. Er wurde jedoch, im Gegensatz zu Jesus, vom Volk abgelehnt und Lebte vortan als Einsiedler, fernab der Zivilisation.
Das Buch gliedert sich in vier Teile und befasst sich grob gesagt mit drei Grundthemen: dem Grundgedanken des Übermenschen, dem Wille zur Macht und der ewigen Wiederkunft.

Nach der Weltvorstellung das Zarathusra waren vor Gott alle Menschen gleich - nach seinem Tod, schwand diese Gleichheit jedoch, das Gott als Maßstab nun nicht mehr existierte. Nun waren die Menschen nur noch vor "dem Pöbel" gleich, was Nietzsche als Chance und Möglichkeit für den Übermenschen sieht, wozu aber die Zerstörung des Menschen und der Untergang von Nöten sei: Zitat: " Der Mensch ist etwas, was überwunden werden will"

Die „Umwertung aller Werte“ versteht sich im Streben Höherem, also im Wille des Menschen, Schöpfer zu sein. Da sieht Niezsche den „Willen zur Macht“. Dank dieses Schöpfungsprinzips gelangt die Welt zu ihrer, vom Menschen zugemessenen Bedeutung, die Gleichgültigkeit verschwindet und ein "Gott" wird somit überflüssig.

Die ewige Wiederkunft ergibt sich für mich aus der absoluten Annahme und Bejahung des Lebens an sich, mit all seinen Vorzügen, Gelüsten und "Sünden". Aus diesem Lebenswillen und dam Streben nach Selbstvollkommenheit und Selbstbestätigung heraus kommt es zur "Ewigen Wiederkunft des Gleichen". das heißet, durch dieses Streben würde das Leben des (Über)menschen auch bei unendlicher Wiederholung, immer so sein wie es ist.

Die Tugenden des Übermenschen sind nach Nietzsches Auffassung also unter anderem:

  • Der Wille, der als einziger Handlungsmaßstab verstanden wird
  • Absolute Selbstliebe, dadurch wird Knechtsein und Wehmut verhindert
  • Schaffen und Vernichtung - die Taten. Der Übermensch ist ein schaffender Mensch. Zum Schaffen gehört jedoch immer auch das Vernichten.
  • Liebe zum Leben und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
  • Mut, Härte und aus obigem resultiernde Kompromisslosigkeit in der Durchsetzung seiner Ziele